Zweckverband für Wasserversorgung Pfälzische Mittelrheingruppe
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Macht sich ein Gartenbrunnen bezahlt?

Prüfen Sie vor der Errichtung eines Beregnungsbrunnens für Ihr Grundstück, ob Sie tatsächlich Geld bei der Bewässerung sparen können. Grundlage für die Überprüfung sind zum einen der Wasserbedarf für die Beregnung, zum zweiten die Investitions- und Betriebskosten für einen Brunnen inclusive zugehöriger Pumpe.

 

Hierzu müssen Sie zuerst den Beregnungswasserbedarf für ein Jahr festlegen. Falls Sie die Möglichkeit haben, können Sie einen Zähler installieren, mit dem ausschließlich die Beregnungswassermenge registriert wird. Solch ein Zähler muss nicht geeicht sein, da er nicht zu Abrechnungszwecken herangezogen wird. Entsprechende Wasserzähler erhalten Sie beispielsweise im Baumarkt.

 

Alternativ kann ein mittlerer Wert von 15 - 20 Liter an Gießwasser pro Quadratmeter (m²) und Woche angenommen werden. Des Weiteren kann davon ausgegangen werden, dass der Garten ca. 20 Wochen im Jahr bewässert wird. Mit diesen Annahmen führen wir eine Beispielsrechnung für ein Grundstück der Größe von 200 m² durchgeführt:

 

Die jährlichen Kosten, die zur Beregnung anfallen, lassen sich wie folgt berechnen:

 

KBTW =  QTWB x PTW

KBTW =  jährliche Kosten zur Beregnung mit Trinkwasser

QTWB = Trinkwassermenge, die zur Beregnung eingesetzt wird

PTW   =  Bruttopreis je m³ Trinkwasser

             (0,98 €/m³, Preisblatt PMG Stand 01.01.15)

 

Beispiel für ein Gartengrundstück der Größe von 200 m³:

 

Wir setzen bei diesem Beispiel ausschließlich den Frischwasserpreis an, da Sie die Möglichkeit haben, sich die Abwasserkosten zurückerstatten zu lassen. Hierzu muss ein separater, geeichter Zähler in die Beregnungswasserleitung eingesetzt werden (Kosten: handelsüblicher Wasserzähler ca. 20 - 30 €, der alle 6 Jahre neu gesetzt werden muss; Kosten Installateur: ca. 150 €)

 

QTWB =  60 - 80 m³/a

PTW   =  0,98 €/m³

KBTW  =  60 - 80 m³/a x 0,98 €/m³ = 58,80 - 78,40 €/a

 

Die Kosten für die Beregnung belaufen sich in diesem Fall auf 58,80 - 78,40 € jährlich.

 

Um zu ermitteln, ab wann sich ein privater Beregnungsbrunnen bezahlt macht, müssen die Investitionskosten und die jährlichen Betriebs- und Instandhaltungskosten ermittelt werden. Diese setzen sich wie folgt zusammen:

 

Investitionskosten:

 

          - Brunnenbohrung

          - Brunnenausbaumaterial (Filterrohre)

          - Pumpe

          - Installationsmaterial

          - Gebühren

 

Betriebskosten:

 

          - jährliche Energiekosten (Energiebedarf Pumpe)

          - jährliche Instandhaltungskosten

            (Richtwert: 2,5 % der Investitionskosten)

 

Bei unserer Beispielsrechnung setzen wir in Summe 1.000 € für einen Bohrbrunnen von 10 m Tiefe an. Für eine Saugpumpe mit einer Förderleistung von 1,5 m³/h nehmen wir eine elek­trische Leistung von 1.000 W an. Bei einer Investitionssumme von 1.000 € berechnen sich die Instandhaltungskosten (Annahme: 2,5 % der Investitionskosten) zu 25.-- €/a.

 

Die Anzahl der Jahre, die der Brunnen genutzt werden muss, bis sich eine tatsächliche Ersparnis einstellt (Amortisationszeit), lässt sich wie folgt berechnen:

 

              TA = K / (KBTW -  Kins - KE

 

TA     =   Amortisationszeit

KI      =   Investitionskosten

KBTW =   jährliche Kosten zur Beregnung mit Trinkwasser

Kinst   =   jährliche Instandhaltungskosten

KE       =   jährliche Energiekosten

 

Beispiel für ein Gartengrundstück der Größe 200 m³:

 

KI      =   1.000 €

KBTW =    58,80 - 78,40 €/a (aus obigem Beispiel)

Kinst   =   25 €/a

KE       =   10,07 - 13,42 €/a (lt. SW Schifferstadt - Privattarif 2015:

               25,17 ct/kWh bis 4.500 kWh; 40 - 50 h)

 

Bei einer Gießmenge von 20 l/m³ x Woche ergibt sich folgende Amortisationszeit:

 

              TA  =     1.000 € / (78,40 €/a - 25,00 €/a - 13,42 €/a)

                     =     25 Jahre

 

Bei einer Gießmenge von 15 l/m³ x Woche ergibt sich folgende Amortisationszeit:

 

              TA  =     1.000 € / (58,80 €/a - 25,00 €/a - 10,07 €/a)

                     =     42 Jahre

 

Bei diesem von uns durchgerechneten Beispiel rechnet sich die Installation eines Brunnens nach circa 25 bzw. 42 Jahren, sofern der Brunnen in dieser Zeit nicht versandet und die Pumpe nicht erneuert werden muss.

 

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Gewähr für die angesetzten Zahlen übernehmen können. Lassen Sie sich ein individuelles Angebot für die Brunnenbohrung und den Ausbau des Brunnens sowie für die Pumpe geben.



 

 

 

 

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